Heimatfreunde Kapellen e.V. 
Am 22. März und am 19. April 1982 trafen sich einige 
Kapellener Bürgerinnen und Bürger, um über die 
Möglichkeit der Gründung eines Geschichtskreises zu 
beraten. Dies waren Hubertine Boekstegen, Ph. Glitz, 
R. Kayser, W. Lackmann, J. Leenings, Dr. U. Oerding, 
J. Schoenell, K. Smeets und Friedi Voss. 
Von allen Teilnehmern wurde die Notwendigkeit 
erkannt, über eine Arbeitsgemeinschaft das Interesse der 
Mitbürger an der Dorfgeschichte zu intensivieren, um 
dadurch einen aktuellen Beitrag zum Leben im Dorf zu 
leisten. Aus diesem Grunde wurde begonnen, 
Bildmaterial über das Dorf, seine Menschen und seine 
Einrichtungen zu sammeln, mit dem Ziel, am Ende des 
Jahres 1982 eine Ausstellung zu veranstalten und in den 
nächsten Jahren eine Dorfgeschichte in Buchform zu 
veröffentlichen. Als Themen für Ausstellung und Buch 
wurden vorgeschlagen: Häuser und Straßen, Bewohner, 
Pumpennachbarschaften, Bruderschaften, Poggeley 
(Schweine-Versicherung), Wirtschaftsleben (Brauereien, 
Gaststätten, Handwerksbetriebe usw.), Höfe, Vereine, 
Feuerwehr,Kirchenchronik,Schulchronikund
Geschichten, Dichter und Maler usw. In diesem 
Zusammenhang sollte u. a. sowohl mit interessierten 
älteren als auch mit jüngeren Mitbürgern Kontakt 
aufgenommen werden und möglichst alle Informationen 
sofort schriftlich und bildlich festgehalten werden. 
Im August 1982 wurde die offizielle Bezeichnung der 
Gruppe mit dem Namen „Kapellener Heimatfreunde“ 
festgelegt und Ph. Glitz zum Sprecher ernannt. J. 
Leenings übernahm das Amt des Kassierers, R. Kayser 
das Archiv und Dr. U. Oerding die Schriftführung. Die 
o.g. Anwesenden erklärten sich dann zu Mitgliedern. 
Eine einmalige Einlage sowie der Jahresbeitrag wurden 
festgelegt. Mit diesem Geld wurden unter anderem die 
anfallenden Fotoarbeiten sowie die Ausstellung, die 
erstmalig im Dezember 1982 stattfand, finanziert. Im 
Jahre 1996 wurde der Verein in „Heimatfreunde 
Kapellen e.V.“ umbenannt und gleichzeitig als 
gemeinnützig anerkannt, so dass auch die lange 
geplanten Veröffentlichungen in Angriff genommen 
werden konnten. 
So erschien 1996 das viel beachtete Buch 
„Kapellen 1933–1945 · Ein Niederrheinisches Dorf im 
Tausendjährigen Reich“. In diesem Werk kommen 
Augenzeugen zu Wort, die die Kriegsjahre aus 
verschiedenen Blickwinkeln beschreiben.  
Eine weitere Veröffentlichung in Buchform erschien im 
Jahre 2000. Der Titel lautet „Rund um St. Georg 
Wissenswertes aus Vergangenheit und Gegenwart“ In 
.
 
diesem Buch ist nicht nur die Baugeschichte unserer 
Kirche beschrieben, sondern es wird auch über die zur 
Kirchengemeinde gehörigen Gebäude berichtet. 
Und da die Heimatfreunde sich auch mit der Pflege des 
Kapellener Platts beschäftigen, war die Herausgabe eines 
Lexikons die logische Konsequenz dieser Bemühungen. 
Der Titel dieses Dialekt-Lexikons im Taschenbuchformat 
lautet „Watt bedüjt watt op Kapells Platt?“.
 
Die jährliche Fotoausstellung, die in den ersten Jahren 
im Haagschen Haus stattfand, ist inzwischen zu einem 
festen Bestandteil im Veranstaltungsprogramm im 
Bürgersaal Kapellen geworden.  
Und da diese Ausstellung seit vielen Jahren auf den 
1. November (Allerheiligen) und den nächst gelegenen 
Sonntag fällt, nehmen die Besucherzahlen von Jahr zu 
Jahr zu. Verbinden doch viele ehemalige Kapellener den 
Besuch der Gräber ihrer Angehörigen auf dem 
Kapellener Friedhof gleichzeitig mit dem Besuch der 
Fotoausstellung der Heimatfreunde Kapellen. Hier trifft 
man bei Kaffee und Kuchen alte Freunde und Bekannte. 
Sogar Klassentreffen wurden schon hier abgehalten. 
 
 
 
Watt bedüjt watt
op Kapells Platt
?
Wörterbuch Kapells Platt
der
Heimatfreunde Kapellen e.V.
Diese drei Bücher
der Heimatfreunde
sind zurzeit
noch vorrätig
weiter